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Marktvorbereitungen - Hangtags mit dem Plotter schnell & einfach selbstgemacht

Am 22. April findet in München der Truderinger Künstlermarkt statt. Dies ist ein schöner kleiner Markt mit vielfältigen Produkten, die alle mit viel Herz selbst gemacht wurden.

 

Im April bin ich das erste Mal auch mit von der Partie und befinde mich aktuell mitten in den Vorbereitungen. Es mussten zum Einen noch viele Dinge genäht werden. Zum Anderen machte ich mir auch Gedanken um das "Drumherum".

 

So auch um die Kennzeichnung der Preise an meinen Produkten. Diese wollte ich gerne in Kombination mit meinem Logo und dem Hinweis auf meine Webseite umsetzen. So spare ich mir Visitenkarten.

Die Idee

Meine Vorstellung: ein Hangtag, der alle Informationen enthält. Auf der Vorderseite mein Logo und auf der Rückseite die Angaben zu Preis, Größe und die Nennung meiner Webseite. Zusätzlich möchte ich die entsprechenden Pflegesymbole integrieren.

 

Bei mehr als 60 einzelnen Produkten möchte ich die Tags natürlich nicht per Hand schneiden bzw. alles separat beschriften. Aus diesem Grund habe ich die Funktion Print and Cut meines Plotters verwendet.

 

Wie ich dabei vorgegangen bin, möchte ich in diesem Artikel erklären.

Print and Cut mit dem Silhouette Portrait

Ich besitze einen Silhouette Portrait und nutze das Programm Silhouette Studio. Anhand dessen werde ich das Vorgehen beschreiben. Ob und wie Print and Cut bei anderen Plottern funktioniert, weiß ich leider nicht.

 

1. Neue Datei erstellen und Registermarken einfügen

 

Im ersten Schritt legen wir ganz normal eine neue Studio-Datei an (Datei ->Neu). Damit der Plotter weiß, wo genau er schneiden muss, werden sogenannte Registermarken eingefügt. Sie werden auf das Dokument gedruckt und können vom Plotter wieder gelesen werden.

 

Die Registermarken findet man in der Option Seiteneinstellungen unter dem dritten Icon (siehe Bild). In dem Auswahlfeld zu Stil muss dabei der Typ 1 für die Geräte Cameo, Portrait und Curio gewählt werden.

 

Daraufhin werden die Marken eingefügt und der Druck bereich (rotes Feld) entsprechend verkleinert.

2. Form, Texte und Bilder einfügen

 

Welche Form sollen eure Tags haben? Vom Kreis bis zum Stern ist alles möglich. Dazu könnt ihr vorhandene Formen aus dem Design Store verwenden oder eure Form selbst zeichnen.

Ich habe eine typische Form für Hangtags verwendet (siehe Bild). Rote Linien bedeuten bei mir, dass diese Linien später geschnitten werden.

 

Nun könnt ihr eure Bilder oder Texte einfügen. Das Logo habe ich als Bild importiert. Die Texte habe ich in Silhouette Studio über das Text-Werkzeug hinzugefügt.

 

Solltet ihr auch Pflegesymbole integrieren wollen, wie in meinem Beispiel, empfehle ich euch mal nach kostenfreien Symbolen zu suchen. Ich habe die Symbole hier heruntergeladen und in einem Grafikprogramm zusammen gebaut.

3. Tags anordnen

 

Um gleich mehrere Tags auf einmal herzustellen, habe ich neun Tags auf einer Seite angeordnet. Die gleichmäßige Anordnung ist in Silhouette Studio leider nicht ganz so einfach, wie in Grafikprogrammen. Für die Vorder- und Rückseite müssen zwei Dateien angelegt werden. Die Schwierigkeit ist hierbei, dass beide Seiten beim Druck genau aufeinander liegen.

 

Meine Tags sind 7cm x 4,5 cm groß. Den ersten habe ich zentriert zur Seite ausrichten lassen und so weit nach oben geschoben, wie es ging (und im Druckbereich war). Die nächsten beiden Tags der ersten Reihe sind Kopien des ersten und liegen in exakt dem gleichen Abstand dazu (50 mm rechts bzw. 50 mm links davon).

Die beiden weiteren Reihen sind wiederum Kopien. Alle Reihen haben den gleichen Abstand zueinander (74mm).

 

Die Ausrichtung der einzelnen Formen muss deswegen so exakt sein, um die Rückseite passend anordnen zu können.

5. Drucken

 

 

Schon geht es zum Drucken. Dazu wird im Menü wie gewohnt Drucken gewählt. Alles was nicht rot umrandet ist, wird nun über den normalen Drucker ausgedruckt - auch unsere Registermarken.

 

Anhand der folgenden beiden Bilder, könnt ihr sehen, wie die Ausdrucke bei mir aussehen. Zum Testen habe ich zwei verschiedene Papiere mit jeweils 100g/m verwendet.

6. Schneiden

 

Wurde alles zu eurer Zufriedenheit gedruckt, folgt der nächste Schritt: das Schneiden. Dazu nehmen wir uns den Plotter und wählen in Silhouette Studio Senden aus. Der Plotter versucht anschließend zunächst, die Registermarken zu finden ("Registrierung"). Ist dieser Vorgang erfolgreich, werden die Formen ausgeschnitten.

 

Bei dem weißen Papier, funktionierte dieser Vorgang ohne Probleme, doch bei dem Kraftpapier erhielt ich immer die Fehlermeldung "Registrierung fehlgeschlagen" (siehe Bild). Nach einigem Herumprobieren - Matte raus, Matte an eine andere Stelle, Deckel auf, Deckel zu, Papier an eine andere Stelle legen - fand ich den Übeltäter:

Der Kontrast zwischen den Marken und der Papierfarbe ist zu gering. Aus diesem Grund können die Marken nicht korrekt erkannt werden. Also habe ich einfach nochmal mit einem schwarzen Stift drüber gemalt und dann funktionierte das Schneiden auch mit dem braunen Papier.

 

Nun müsst ihr die Tags wie gewohnt von der Schneidematte abnehmen.

7. Fertig sind die ganz individuellen Hangtags!

 

Unsere Tags sind fertig und können jetzt an z.B. die Kleidung angebracht werden. Ich habe dazu ein Garn durch die Löcher gefädelt und mit Hilfe einer kleinen Sicherheitsnadel an dem Kleidungsstück befestigt.

Das Ergebnis kann sich doch echt sehen lassen, oder was meint ihr? Obwohl ich zu Beginn lieber Tags aus Kraftpapier verwenden wollte, gefällt mir das weiße Papier bedeutend besser. Die Farben kommen viel besser zur Geltung und die Schrift sieht weniger verschwommen aus.

 

Ich hoffe, die Anleitung hat euch gefallen und ihr habt Lust bekommen, Print and Cut selbst auszuprobieren. Solltet ihr Fragen dazu haben, könnt ihr mir wie immer gern schreiben.

 

Liebe Grüße

eure Alexandra

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Kommentare: 1
  • #1

    wolkenstein gröden (Freitag, 08 Juni 2018 11:35)

    Sieht voll süß aus
    LG aus hotel wolkenstein gröden www.hoteloswald.com