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Willkommen Frühling! - Mein erstes Stoff-Probenähen

Einer meiner liebsten Onlineshops für Stoffe ist Stick & Style. Gerade für Clara finde ich dort häufiger schöne Stoffe. 

Beim Durchstöbern des Shops sind mir die genähten Beispiele aufgefallen und ich fragte mich, wie man denn dazu kommt, dass man einen Stoff probenähen darf.

 

Kurzerhand habe ich bei Stick & Style nachgefragt sowie einige Bilder von genähten Werken hingeschickt. Und voilà: sie fanden meine Bilder toll und schickten mir umgehend ein Stoffpaket!

 

Die Vorfreude war natürlich riesig und einige Tage später hielt ich ein Paket mit dem folgenden Inhalt in Händen:

  • ein Panel "Vintage Birds" in rosa
  • ein passender Kombistoff "Vintage Birds Schmetterlinge "
  • ein weißer Steppstoff
  • ein graues Bündchen mit silbernen Akzenten
  • ein weißes glänzendes Einfassband
  • eine pinke Kordel

Meine erste Reaktion: Wow! Das ist aber mal rosa-lastig. Normalerweise kleiden wir unsere Tochter eher zurückhaltend mit rosa oder gleich mit anderen Farben. Dennoch oder gerade deshalb fand ich die Herausforderung schön, einmal Stoffe zu vernähen, die ich selbst nicht gewählt hätte.

 

Da ich zufällig gerade eine Woche zu Besuch zu Hause bei meiner Familie war, hatte ich tatkräftige Unterstützung von meiner Mama. Den ersten Abend haben wir erstmal über mögliche Optionen diskutiert und dann ging es am nächsten Abend los.

Shirt

Sofort war für uns klar: der Vogel muss entweder sehr präsent auf ein Shirt oder auf die Rückseite einer Jacke. Da Clara mit 5 Monaten größtenteils noch liegt, sieht man die Rückseite der Kleidung natürlich nicht so oft. Deswegen wurde das erste Projekt ein Shirt.

 

Um mal etwas anderes als das Standard-Basicshirt zu nähen, entschieden wir uns für ein Shirt mit doppelter Knopfleiste, welches wir bei Mamahoch2 gefunden haben.

Ich muss gestehen, dass wir mit der Umsetzung an manchen Stellen dann doch etwas "Probleme" hatte. Eventuell liegt das noch an mangelnder Erfahrung, wer weiß.

Am Vorderteil des Shirts müssen Verlängerungen hinzugefügt werden, an denen später die Knöpfe sitzen. Aus der Anleitung heraus war mir nicht ganz klar, ob dort nun auch Nahtzugaben hinzugefügt werden. Jetzt im Nachhinein finde ich diese Frage eigentlich ganz lustig.

 


Ansonsten ging die Arbeit zügig voran und zum Schluss setzten wir jeweils drei Knöpfe auf jede Seite.

 

Bei Probetragen ist mir dann leider aufgefallen, dass das vordere Bündchen immer nach vorn fällt. Es ist zu schwer und kann durch den oberen Knopf nicht gehalten werden. Deswegen habe ich später noch einen Knopf auf jeder Seite direkt ins Bündchen gesetzt.

Pumphose

Ich wollte schon länger mal einen Steppstoff vernähen. Warum? Weiß ich selbst nicht so genau. Gefühlt gibt es ja nur Steppstoff-Liebhaber oder Steppstoff-Hasser. Spätestens nach diesem Probenähen gehöre ich zu den ersteren.

 

Aus dem weißen Steppstoff sollte auf jeden Fall eine Hose entstehen. Dafür verwendeten wir unser Standard-Schnittmuster für Pumphosen von Lybstes. Aufgepeppt haben wir die Hose mit einer kleinen Schleifentasche. Passenderweise gibt es direkt bei Lybstes dafür eine Anleitung.


Zusätzlich nutzten wir die beiliegende Kordel und brachten sie mit Ösen an der Hose, als vorgetäuschten Kordelzug, an. Von der Kordel haben wir nur einen Strang genutzt und diesen geflochten. Ansonsten wäre die Kordel viel zu dick gewesen.

Weste

Einen weiteren neuen Schnitt haben wir für die Weste ausprobiert. Der Steppstoff schrie nämlich nicht nur nach einer Hose, sondern auch nach einer Weste. Zumal meine Tochter auch noch keine Weste besitzt.

 

Nach einer kleinen Recherche im Internet, haben wir leider nicht auf Anhieb ein passendes Schnittmuster gefunden. (Viele Schnittmuster beginnen erst bei einer größeren Größe als 68.) Also musste eine Jacke her, bei der man die Ärmel abnehmen kann. Gefunden haben wir die Jacke Naya von millimug.

Die Jacke ist relativ leicht umzusetzen. Wir haben einfach die Ärmel durch Bündchen ersetzt. Weiterhin haben wir die Kapuze etwas verkleinert, weil der Stoff sonst nicht mehr gereicht hätte. Ich finde, dass fällt gar nicht auf.

 

Insgesamt finde ich die Jacke / Weste im Originalschnitt zu lang. Gerade bei Babys, die noch nicht sitzen oder stehen können, kann die Jacke etwas kürzer sein. Am Ende haben wir die Weste noch etwas gekürzt, aber ich finde sie immer noch zu lang. (Mehr konnte durch die Taschen nicht entfernt werden.)

 

Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Schnittmuster nochmal verwenden werde. Eventuell erst, wenn Clara etwas größer ist.

Und sonst so...

Aus den restlichen Stoffen sind noch zwei Beanies, zwei Halstücher und ein Wendeloop entstanden. Somit ist fast alles aufgebraucht.

 

Danke nochmal an Stick & Style, dass ihr mir die Chance zum Probenähen gegeben habt! Ich freue mich auf das nächste Mal.

 

Und noch ein großes Danke an meine Mama, für die schöne Nähwoche.

 

Fröhliches Nähen,

eure Alexandra

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